Thomas Thieme, geboren 1948 in Weimar, studierte an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Nach Engagements an Theatern in Magdeburg und Halle stellte er 1981 einen Ausreiseantrag in den Westen. Diesem wurde drei Jahre später stattgegeben. Durch seine Engagements in Frankfurt, Wien, Berlin, Hamburg und Weimar erarbeitete er sich einen hervorragenden Ruf als Bühnendarsteller. Für seine Rolle als Richard III. in „Schlachten!“ am Hamburger Schauspielhaus wurde er zum Schauspieler des Jahres 2000 gekürt.

Parallel zur Theaterkarriere war Thomas Thieme auch stets ein gefragter Charakterkopf für Film- und Fernsehproduktionen. In Oliver Hirschbiegels Drama DER UNTERGANG (2004) spielte er Reichsleiter Martin Bormann, in Florian Henckel von Donnersmarcks Oscar®-prämiertem Stasi-Drama DAS LEBEN DER ANDEREN (2006) Minister Hempf, in Uli Edels DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (2008) den Richter Prinzing. 2009 überzeugte Thieme in Thomas Schadts Fernsehfilm „Der Mann aus der Pfalz“ in der Rolle des Bundeskanzlers Helmut Kohl während der Wendezeit um 1989.

Für seine Rolle in „Das letzte Wort“ erhielt er 2013 den Hessischen Fernsehpreis. Ein Jahr später folgt die Goldene Kamera für seine Leistungen in den Fernsehproduktionen „Der Tote im Watt“, „Gestern waren wir Fremde“ und „Das Adlon. Eine Familiensaga“. Zuletzt spielte Thomas Thieme in Christian Twentes Dokudrama „Uli Hoeneß – Der Patriarch“ (2015) die Titelrolle. Unter der Regie von Tom Tyker, Achim von Borries und Hendrik Handloegten stand jüngst für die Fernsehadaption der Bestseller-Serie „Babylon Berlin“ vor der Kamera.



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